Open Space Zeitz

ist ein Projekt der Kultur- und Bildungsstätte Kloster Posa e.V.

und schafft Raum für Kunst und Interventionskonzepte in Zeitz

Zeitz ist eine ehemalige Industriestadt im Burgenlandkreis im südlichen Sachsen Anhalt und wird durch OPEN SPACE zur Praxis für Künstler aus Deutschland und anderen Ländern. Das Projekt ergänzt das Kulturprogramm des Posa e.V. durch eine interdisziplinäre Sommerakademie mit einem umfangreichen Rahmenprogramm als Plattform für Studierende, Professor*innen und Künstler*innen.

OPEN SPACE ZEITZ veranstaltet Ausstellungen, Pecha-Kucha-Nights und andere Kulturveranstaltungen u.a. als Zwischennutzungskonzepte in leerstehenden Gebäuden und Brachen der Stadt. Die ehemalige Bibliothek wird temporär zur Projektzentrale in der Innenstadt und verwandelt sich zum gemeinsamen Workspace und Atelierhaus, womit der Kreativszene Raum für kollektives Schaffen zur Verfügung gestellt wird.

Das durch die Kulturstiftung des Bundes aus dem Fonds Neue Länder finanzierte Projekt zielt auf die Öffnung des Innenstadtraumes und seines Leerstands für kulturelle Nutzung ab. In der seit der Wende zunehmend verfallenden Zeitzer Innenstadt wird durch OPEN SPACE ZEITZ Leerstand neu belebt. Der Posa e.V. stellt den Studierendengruppen und Künstler*innen sowohl auf dem Klostergelände als auch in der Zeitzer Innenstadt Räumlichkeiten und Werkstätten zur Verfügung und öffnet somit den Raum für eine künstlerische Auseinandersetzung mit Bezug auf gemeinsam erarbeitete Themen.

Junge Kreative werden eingeladen, Impulse und Visionen zu entwickeln, die Zeitz und seine Potentiale reflektieren und einen positiven Blick in die Zukunft zulassen. Die Erschließung der im Zentrum existierenden Möglichkeitsräume für ein kulturelles Angebot in einer scheinbar in Starre verharrenden Stadt, in deren Leerständen wir enormes Potential für die Entfaltung der Region sehen, sind dabei elementar für OPEN SPACE ZEITZ.

Wir laden zur Transformation von Leerraum in Freiraum und öffnen schlafende Gemäuer für Kunst und Kreativität, um sie den Zeitzern ebenso wie allen Besuchern der Leipziger Peripherie und dem Burgenlandkreis zugänglich zu machen.

Rückblick 2018

Inhaltlich stand das Jahr unter dem Credo „Utopie Zeitz“. Um die Potenziale von Kunst und Kulturinitiativen sowie deren Wirkung auf die Stadt Zeitz zu illustrieren, hör- und sichtbar zu machen und dadurch Entwicklungspotenziale aufzuzeigen, wurde die Utopie zum Thema des Jahres, das in verschiedenen dialogischen und künstlerischen Formaten Aushandlungsprozesse eröffnete. Durch die dadurch entstehende Begegnung wurde der Zeitzer Bevölkerung die Möglichkeit gegeben, vergesse Räume wieder zu entdecken, neu zu interpretieren und das Bewusstsein für die eigene Verortung zu schärfen. Um diese Begegnung herzustellen, müssen Prämissen erfüllt werden, die auf die künstlerische Haltung abzielen: Die Utopie als künstlerischer Angriff. Der schon immer Dagewesene/der Hinterbliebene soll sich nicht in einem künstlerisch interpretierten „Soziotop Osten“ wiederfinden, indem sich die oftmals bereits internalisierten negativen Klischees wiederspiegeln. Noch soll eine phantastisch-utopische Wirklichkeit repräsentiert werden, in der sich der Betrachter niemals wiederfinden kann. Um gegenseitiges Verstehen zu ermöglichen, sollen die entstehenden Utopien einer geschichtsphilosophischen Konzeption entsprechen, die aus zwei Komponenten besteht: Einerseits ist sie Kritik dessen, was ist, andererseits Darstellung dessen, was sein soll.

Rückblick 2017

Im Fokus des Projektes stand und steht die Frage nach einer funktionierenden Zivilgesellschaft in einer fragilen Stadtkultur. Die beteiligten Hochschulgruppen aus Berlin, Dortmund und Leipzig vertieften diese Themen mit eigener Schwerpunktsetzung während ihres Aufenthaltes und brachten ihre künstlerischen Produktionen vor Ort zum Abschluss. In der Projektzentrale fanden Ausstellungen und Präsentationen der beteiligten Studierenden statt und erfüllten die sonst so ausgestorbene, zentrale Rahnestrasse mit neuem Leben. Unweit der alten Bibliothek war im ehemaligen HO Café Brühl die Einzelausstellung der englischen Künstlerin Hannah McDonald zu sehen, nachdem zum Auftakt des OPEN SPACE Sommers im Franziskanerkloster eine Gruppenausstellung stattfand. Eine Pecha-Kucha-Night im ehemaligen Kaufhaus Blokker unter dem Motto „Mut zur Lücke“ gab weiterhin Raum für Diskussionen und Austausch. Zum Ende des ersten Jahres präsentierte die Theatermalerin Katharina Gießler ihre Abschlussarbeit an einer Brandwand der ehemaligen Zeitzer Brauerei. Ihr Wandgemälde wurde durch die exemplarische Inszenierung eines Theaterstückes im öffentlichen Raum lebendig.

 

 

Rückblick 2016