Kunstraum, Stadtraum

Michaelburg und Moritzpark

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von Philipp Baumgarten-2. Juni, 2018

Soviel ist klar: Über Zeitz kann man viel erfahren. Je nachdem, ob die Recherche in Texten, Bildern oder Klängen geschieht und je nach Thematik oder Perspektive, färbt sich der Blick auf die Stadt.

Das Film-Hörspiel, das am Samstag, den 2. Juni, in der Zeitzer Rahnestraße 20 statt fand, beschäftigte sich dabei statt der Schlagzeilen mit den Zwischenzeilen. Die Präsentation der audiovisuellen Arbeit der Student*innen der HfbK Hamburg verinnerlichte alltägliche Situationen in der Stadt. Das Ziel der Arbeit in Zeitz war es, dass, was einen umgibt, zu veranschaulichen.

Dafür wurden zum einen sehr viele Klänge aufgenommen, die den Künstler*innen in der Stadt begegneten. Diese setzten sie zu einem Hörstück zusammen. Sie wollten auf diese Weise die Zwischentöne der Stadt einfangen und das Alltägliche hörbar machen. Diese alltäglichen Situationen, Gespräche und Geräusche wurden anschließend mit filmischen Aufnahmen untermalt. Die Bilder im Film versuchen dabei die verschiedenen städtebaulichen Gegebenheiten ohne Effekthascherei wiederzugeben. Während des Aufenthalts der Student*innen im Mai 2018, ist daraus ein filmisches Hörbuch über Zeitz entstanden.

Den gesamten Tag lief der Film als Installation und regte die Gäste zur kritischen Auseinandersetzung mit Zeitz an. In Künstlergesprächen nach den jeweiligen Vorstellungen wurde ausgiebig über die Wahl der Perspektive, die Sonnen- und Schattenseiten der Stadt und die unterschiedliche Wahrnehmung darauf, diskutiert. Wenn der Hörspiel-Film auch keine konkreten Lösungsvorschläge für die einschlägigen Herausforderungen der Stadt anbieten wollte, schuf er wirkungsvoll die Grundlage für Austausch und Diskussion zwischen Bewohnern und Besuchern der Stadt. Und nur die kann Zeitz weiterbringen.

 

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