Denkraum

Provinz ist ein Ort im Kopf

Tags: , , , , ,

von Silvia Pahl-16. November, 2018

Die Provinz ist ein Ort im Kopf, nicht auf der Landkarte. Diesen Satz schnappte ich auf, während des Internationalen Symposiums: „Darstellende Künste im öffentlichen Raum“, welches Anfang März 2015 in Berlin stattfand. Ich notierte ihn, weil er Erfahrungen zusammenfasst und veranschaulicht, die ich in 20 Jahren als Künstlerin auf dem Land machen durfte und machen musste. Es gibt relativ homogene Vorstellungsbilder über die Provinz, die der komplexen Realität nicht gerecht werden.

Die sogenannte Hochkultur und das Landleben scheinen selbstverständlich ein Gegensatzpaar. Nachdem ich in den letzten Jahren viele kulturelle und politische Veranstaltungen zum Thema „Kultur im ländlichen Raum“ besucht habe, drängt sich mir der Eindruck auf, wonach (nicht nur) unter Politikern Einigkeit darüber herrscht, dass Kultur auf dem Land mit ehrenamtlichem Engagement gleichzusetzen ist. Damit ist die Richtung vorgegeben: Kultur auf dem Land wird dankenswerterweise von Amateuren betrieben. In der ländlichen Region findet Breitenkultur statt, häufig organisiert in Form von Vereinsarbeit.
Die vielen kulturpolitischen Foren zum Thema finden aktuell statt, weil eben diese Idee von Kulturarbeit nicht mehr funktioniert. Neben anderen Strukturproblemen in den ländlichen Regionen, haben Vereine mit einem Überalterungsproblem zu kämpfen, sie haben zu wenig oder überhaupt keinen Nachwuchs. Was nahezu gleichbedeutend wäre mit: die Kultur auf dem Land stirbt aus.
Nun ist es nicht so, dass sich auf dem Land lebende Jugendliche nicht für Kultur interessieren. Sie interessieren sich jedoch für zeitgemäße Formen. Neue Medien, Professionalität und aktuelle (teilweise globale) Themen sind für sie oft attraktiver, als regionaler Bezug oder Vereinstradition.

PARTIZIPATIVE KULTURARBEIT – die Jugend erreichen

Um Landbevölkerung und insbesondere die Jugend auf dem Land mit Kunst und Angeboten der kulturellen Bildung zu erreichen, braucht es ein Umdenken und eine neue Praxis.
Wir brauchen Angebote, die wir zu den Jugendlichen bringen.
Wir müssen sie aufsuchen, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen.
Wir brauchen Ideen, die sie begeistern.
Und wir brauchen Kulturorte, Treffpunkte, an denen sich kulturelle Teilhabe entwickeln kann (dauerhaft und nicht als temporäre Erscheinung), damit sie in zeitgemäßer Form wieder zu einem Bestandteil des Alltags in ländlichen Regionen werden kann.

Kunst im öffentlichen Raum kann die aufsuchende Komponente erfüllen. Da sie an öffentlichen Orten stattfindet, kommt sie zu den Menschen – auf der Straße, in einem Park, in einem leerstehenden Gebäude, an einem Platz in einem Wohnwagen. Diese Praxis wird aktuell bereits durch Residenzen von FLUX in Hessen verwirklicht. Durch die Künstlerresidenzen soll die Angebotspalette für ländliche Regionen, kleine Gemeinden und Dörfer erweitert werden und insbesondere für Kinder und Jugendliche eine Möglichkeit zu künstlerischen Begegnungen geschaffen werden.

Partizipative Kunstformen, in denen die Jugendlichen (und die Menschen auf dem Land allgemein) gefragt sind. Kunst, die sich für die Situation der Menschen interessiert. Wenn ihre Sicht, ihr Alltag oder ihre Ausdrucksformen Teil der Kunst sind, dann können sie sich identifizieren und begeistern, da sie einen Bezug zu ihrem Leben herstellen können.

WELTANEIGNUNG DURCH DAS SPIEL

Unsere moderne Gesellschaft ist eine spielverliebte Gesellschaft. Das gilt für das Land ebenso, wie für urbane Regionen. Junge Menschen verbringen von Kindheit an viele Stunden an Spielkonsolen. Hier liegt für uns Theaterschaffende und Performer eine große Chance, Jugendliche zu erreichen, denn auch unsere Methode ist: das Spiel – in all seinen Formen. Wir können Wirklichkeit unmittelbar und für die Spieler direkt körperlich erfahrbar verändern. Durch eine Wirklichkeitsbehauptung, einen Rahmen, ein Setting.

In unseren Spielen eignen wir uns Wirklichkeit an oder verändern sie, wir erleben uns als Gestalter – aber nicht nur virtuell. Und der größte Unterschied zur Spielkonsole besteht im Nutzen für die Spieler. Sie beschäftigen sich in unseren Spielen mit den Herausforderungen ihres Alltags, mit der Gemeinschaft und mit Zukunftsgestaltung.
Die Themen werden nicht von Firmen oder Autoren vorgegeben, sondern von den spielenden Menschen selbst. Wir liefern ihnen nur das Medium (Theater, Aktion, Film …), also den Spielrahmen und manchmal Spielregeln.

Ansätze können sehr unterschiedlich sein. Im sächsischen Annaberg-Buchholz gab es eine Projektidee mit dem Titel: Alte Meister. Die Form des Tutorials sollte benutzt werden, um Jung und Alt zusammenzubringen. Jugendliche sollten ältere Menschen porträtierten, indem sie Videos drehen: Tutorials von einer Fertigkeit, einem Wissen der Älteren. Eine junge Ausdrucksform und ein tradiertes Wissen werden kombiniert. Zwei Generationen und zwei Kunstfertigkeiten im Austausch.

In der nordhessischen Schwalm haben Jugendliche den Hype des Gangnamstyle für eine Coverversion genutzt, in der sie ihre Situation als Jugendliche auf dem Land verarbeiteten.

Die Künstler*innen von extraktnetz in der Nähe von Giessen machen landwirtschaftliche Produkte zu ihrem künstlerischen Material, um das herum sie ganze Aktionsreihen entwickeln. So gibt es Kunst, die sich mit dem Brot oder mit dem Ei befasst, das Picknick und der Kiosk werden als Orte des Austauschs und der Poesie ausgelotet.

OPERNHÄUSER AUF DAS LAND

Warum hatte Christoph Schlingensief die Vision eines Opernhauses für Burkina Faso? Vermutlich gab es eine ganze Reihe von Gründen und Motivationen, die ihn haben leidenschaftlich für dieses Ziel arbeiten lassen.
Ein Teil dieser Idee war jene „Anmaßung“: das Opernhaus als Sinnbild der bürgerlich-westlichen Hochkultur, nach Afrika zu verfrachten. Dieser bewusste und lustvolle Akt der Hochstapelei ist für mich vor allem Ausdruck von tiefer Wertschätzung für die afrikanische Kultur. Schlingensief wollte unter anderem die Verhältnisse zwischen den Kulturen und ihren selbst zugeschriebenen Wertigkeiten in Frage stellen.

Die Wertschätzung, die eine Gesellschaft ihrer eigenen Kultur beimisst, die sie für sich selbst als repräsentativ erachtet, äußert sich manifest in ihren Gebäuden, ihren Orten der Kultur. Früher hat der höchste Kirchturm verdeutlicht, wo Geld, Einfluss, Macht, wo das Zentrum der Kultur ist. Heute sind es Gebäude, wie etwa die Elbphilharmonie. Die Hamburger (zumindest ein Teil der Hamburger Politiker) halten viel von sich, das steht nun deutlich sichtbar fest. Und vermutlich werden einige Hamburger noch sehr lange Zeit sehr stolz auf dieses Gebäude sein. Es ist die Rede von einem neuen Wahrzeichen.

Opernhäuser auf das Land. Ein Opernhaus, ein Museum für Moderne Kunst, ein Konzertsaal, ein Ort für Theater und Performance. Nichts davon wird sich realisieren lassen?
Ein Teil der Kulturbudgets aber muss endlich auch in unseren Köpfen selbstverständlich für Flächen ausgewiesen werden. Es wäre an der Zeit, den ländlichen Raum als eine Region zu verstehen, die ihre Orte der Kultur braucht, in der professionelle und qualitativ vergleichbare Kunst produziert werden kann. Mancherorts sind die Künstler längst vor Ort, jedoch ohne angemessene Spielorte und Förderung.

„Es geht um den Stellenwert der Kunst in der Kommunalpolitik in den ländlichen Orten, und zwar nicht im Vergleich oder gar in Konkurrenz zu den Großstädten, sondern als eigenständiger, den Strukturen und Möglichkeiten entsprechender Sachverhalt. Auch in der Regionalplanung sollte die Kultur eine feste Größe darstellen. Die Lobbyarbeit der Verbände konzentriert sich auf die Landespolitik und die Großstädte. Aber nicht nur dort (auch wenn hier das Fördergeld vergeben wird) muss über Kultur und speziell Theater diskutiert werden. Die Kulturschaffenden dürfen nicht durch das Raster fallen, nur weil sie in den kleinen und ländlichen Orten arbeiten.“ (Studie des Laft BW, S.109)

So muss ein Ort, ein Haus, ein Zentrum in der ländlichen Region nicht die gleichen Dimensionen haben, wie im Ballungsgebiet, aber es muss für den gleichen künstlerisch ernsthaften Anspruch stehen und durch seine Ausstattung (auch personell) vergleichbare Arbeit überhaupt erst ermöglichen. Politiker, Kuratoren, Veranstalter, Kulturschaffende sollten die Schere aus dem Kopf bekommen, die die Wertigkeit von Kunst an ihren Entstehungsort knüpft.

HERAUSFORDERUNG LAND – Lernfeld Kooperation

Die Dinge, die wirklich anders sind auf dem Land, als in den Städten, entsprechen nicht unbedingt den Klischees über das Landleben. Gerade mit der Digitalisierung der Alltags- und Arbeitswelt erleben sich viele Landbewohner heute zumindest mittelbar als angebunden und involviert in globale Entwicklungen. Die Software gelangt (zugegeben manchmal langsam) in jeden entlegenen Winkel. Die Hardware bröckelt hingegen, Infrastruktur wie Verkehrsnetze und Dienstleistungen.

Was bleibt, ist Fläche. Freier Raum. Alleinsein. Weite.

Menschen auf dem Land haben eine andere Umwelterfahrung. Der Blick aus dem Fenster ist anders, als der Blick im Ballungsgebiet. Landleute durchschreiten, durchfahren, überwinden andere Gegenden, wenn sie Wege zurücklegen. Sie treffen auch auf weniger Menschen, sie müssen sich seltener arrangieren. Gleichzeitig fordert das Land ein hohes Maß an Eigeninitiative und Improvisationsfähigkeit. Auf dem Land findet nur statt, was selbst in die Hände genommen wird. Ländler sind in vielen Lebenslagen Selbstversorger – auch bezüglich der Kultur. Das bedeutet auch ein Hohes Maß an Selbstbestimmung. Und Viele tun sich schwer mit Kompromiss oder Kooperation.

Leben auf dem Land ist paradox.
Einerseits können die Menschen sich selbstbestimmt und eigensinnig verhalten, weil man auf weiter Flur selten jemanden stört oder weil „Eigenheiten“ achselzuckend hingenommen werden.
Andererseits sind die Meisten stärker aufeinander angewiesen als in der Stadt. Je mehr die versorgende Infrastruktur schwindet, umso mehr müssen Bewohner füreinander da sein.
Und: die Menschen auf dem Land müssen lernen, in größeren Zusammenhängen als bisher, zu kooperieren. Dörfer, Gemeinden, Kreise müssen sich zusammentun, um Strukturen zu erhalten oder neu entstehen zu lassen. Der ehemals funktionierende, vertraute und überschaubare Kreis der Bewohner eines Dorfes funktioniert eben nicht mehr in jeder Hinsicht.

Im August 2015 wurde in Berlin von Harald Herrmann, dem Direktor des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung eine Studie vorgestellt, die ein fast apokalyptisches Szenario für ländliche Regionen zeichnet. In einem Bericht der Hessisch Niedersächsischen Allgemeinen heißt es dazu:

“Was die immer dünner besiedelten, ländlichen Gebiete angeht, so wird man nach den Worten Hermanns perspektivisch sicher nicht auch noch den letzten 20 verbliebenen Dorfbewohnern eine befriedigende Infrastruktur bieten können. Wohl aber gelte es, die bundesweit rund 900 Städte im ländlichen Raum als „Ankerplätze“ für die dort lebende Bevölkerung zu erhalten.“ (Der letzte macht das Licht aus, HNA vom 14.08.15)

Hier sehe ich eine große Aufgabe und ein riesiges Lernfeld. Viele Akteure in der Kommunalpolitik tun sich (noch) schwer mit dem Kooperationsgedanken. Von jeher ist man es gewohnt, in der überschaubaren Struktur des Dorfes zu denken. Noch tun sich politische Entscheider schwer, als Verbund mehrerer Dörfer zu denken, die eine Gemeinde bilden, geschweige denn auf Kreis- oder Länderebene miteinander zu agieren. Man hält an überschaubaren Strukturen und dem Einfluss auf diese fest. Dadurch werden manchmal auch sinnvolle Entwicklungen verhindert.

Mit dem Paradox leben.
Überschaubarkeit ist etwas, wonach sich derzeit (auch in größeren Zusammenhängen) viele Menschen sehnen. In der globalisierten Welt durchschauen wir sehr viele Zusammenhänge nicht mehr. Verständlich also, dass Landbewohner an dem beruhigenden Gefühl, des „sich Auskennens“ aufgrund des sich „Kennens“ festhalten möchten.

Ist es möglich, gleichzeitig Strukturen des „sich Kennens“ und des „Mitbestimmens“ zu stärken, und eine stärkere Kooperationsfähigkeit und das Denken in größeren Zusammenhängen zu üben? Die Entwicklung einer selbstbewussten Dorfgemeinschaft (Treffpunkte, Austausch, Feste), die auch fähig ist zu kooperieren, wenn es für viele Gemeinschaften von Vorteil ist. Wenn KulturOrte zum Beispiel für eine ganze Region zuständig wären, also ein Zentrum einer Region bilden? Ist es möglich, sowohl örtlich, als auch regional zu empfinden und zu agieren? Ist es möglich, Traditionen, die den Menschen gut tun, zu erhalten und gleichzeitig neue, zeitgemäße Wege zu beschreiten? Diese neuen Wege könnten etwas Revolutionäres schaffen: das Land wäre nicht mehr abgehängt, es ginge mit einer Entwicklung voran. Bewährtes und Neues mischen. Traditionen wieder mit Leben füllen, sie also in zeitgemäße Formen überführen. Vom Alten und vom Neuen das Beste, alles, was der Gemeinschaft dient.

DIE KLUFT ist ein globales Phänomen

Zwei politische Erdbeben in 2016: zuerst der Brexit, dann die Wahl in den USA. Nach dem Wahlausgang wurde konstatiert, die Kluft zwischen urbanen Regionen und der Provinz sei in Amerika unüberbrückbar geworden. Diese Situation als rein amerikanisch zu betrachten, wäre fatal. Das Gefühl, nicht zu zählen (Ergebnis einer Anhäufung von Enttäuschungen), ist mittlerweile auch in Europa Vielen vertraut.

Als wir im Jahr 2016 unserem Bürgermeister von der Nominierung für den Hessischen-Demografie-Preis 2016 berichteten, erhielten wir von ihm die sarkastische Antwort: „Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass Euch das irgend etwas nützen wird. Hessen hört für die in Wiesbaden direkt hinter Giessen auf, weiter reicht der Blick doch nicht.“ Und dann folgte ein anderthalb stündiger Vortrag über all die Dinge, bei denen sich unser Bürgermeister von der Regierung in Wiesbaden allein gelassen fühlt. Die Gemeinde Ottrau ist eine der kleinsten Gemeinden in Hessen.

Seit ich, als auf dem Land lebende Kulturschaffende, von unseren Erfahrungen, unserer Analyse und unseren Vorschlägen für die Entwicklung der ländlichen Kulturarbeit spreche, mache ich immer wieder dieselbe symptomatische Erfahrung (von wenigen Ausnahmen abgesehen). Auf meine Einlassung kommt fast reflexhaft der Vorschlag von Politikern, Vertretern von Verbänden und Kolleg*innen: anerkannte Experten mit dem nötigen akademischen Hintergrund einzuspannen (international aufgestellt, Studien zum Thema im Gepäck), um unser Anliegen aufzuwerten, damit es überhaupt Gehör finden kann.

Nun spricht auf den ersten Blick grundsätzlich nichts gegen das Hinzuziehen von Experten. Bedenklich aber wird es, wenn sich politische Problemlösung darauf beschränkt, eben diese Probleme genauestens analysieren und beschreiben zu lassen. Seit Jahren werden Mittel bereit gestellt, damit Forschungsberichte stets erneut die gleiche Warnung aussprechen: die Schere drifte weiter auseinander. Wo sind die Mittel, die dafür sorgen, dass diese Entwicklung aufgehalten wird. Der akademische und administrative Wasserkopf der Problemlösung wächst proportional zu den Problemen.

So ist dieser Vorschlag gut gemeint und gleichzeitig ist er bevormundend und eine Abwertung unserer Expertise: aus der Perspektive derer, um die es geht. Wir empfinden diese Praxis als ignorant. Sie unterstellt, wir könnten nicht für uns selber sprechen, bzw. sie hinterfragt nicht, warum man uns kein Gehör schenkt. Diese Praxis ist Teil des Nicht-Zuhörens.

Landbewohnern und Kulturschaffenden auf dem Land wird deutlich gemacht, dass man ihnen die Deutungshoheit über ihre Lebensumstände und die daraus resultierenden Forderungen nicht überlassen wird. Die Analyse der Zustände und Entscheidungsmacht über Maßnahmen/Programme bleibt selbstverständlich in den Händen politischer, akademischer und künstlerischer „Eliten“. Das bestehende ungerechte Verhältnis Stadt-Land wird so perpetuiert. Wie viel vom Kuchen dem Land zusteht oder als angemessen gilt, entscheiden Andere.
Wozu braucht man unsere Expertise, wenn es Experten gibt.
Gäbe man stattdessen uns Kulturschaffenden auf dem Land Mittel in die Hand, damit wir arbeiten und auch Jobs anbieten können, so würde es kein Problem sein, den Nachwuchs (mit zeitgemäßen Konzepten) dafür zu begeistern, mit uns auf dem Land zu arbeiten.
Wir befürchten, dass unsere Argumente aufgegriffen werden, um nach dem Gießkannenprinzip Kultur aufs Land zu „importieren“, den Status Quo für uns jedoch zu verfestigen: wir werden weiterhin leer ausgehen oder mit Krümeln abgespeist. Werden wir wieder durch alle Raster fallen?
NACH 20 JAHREN HOCHQUALIFIZIERTER KULTURARBEIT WOLLEN WIR NUN UNSER STÜCK VOM KUCHEN, auch und vor allem für die Menschen einer ganzen Region – mit einem Theater vor Ort, das fast ausschließlich in Ballungsgebieten spielen muss, um zu überleben.

ähnliche Beiträge